Das Training bei Wortfindungsstörungen

36 zu benennende Objekte

Das Logovid „Benennen (Einsilber)“ zeigt 36 Objekte, die einsilbig benannt werden.

In aufeinander aufbauenden Arbeitsabschnitten kann der Betroffene das Wort dazu hören, lesen und mitsprechen und dann einen kurzen Satz hören und mitsprechen.

In der 1. Arbeitsphase wird das Foto in der Totalen gezeigt. Der Begriff wird mit unterschiedlicher Stimmführung 3-mal gesprochen. Damit erfolgt die Einstimmung des Betrachters in den Klang des Wortes.

In der 2. Arbeitsphase werden Bild und geschriebenes Wort gezeigt. In moderatem Tempo wird der Begriff vorgelesen / vorgesprochen.

Die 3. Arbeitsphase dient dem Hören eines Satzes, der in Beziehung steht zu dem Bild.

Danach wird in der 4. Arbeitsphase das geschriebene Wort noch einmal gezeigt. Die Sprecherin liest das Wort nochmals vor.

In der 5. Arbeitsphase wird das eingefrorene Bild wieder in die Totale gerückt. Es wird ca. 4 Sekunden tonlos präsentiert.

Das besinnliche, innere „Nachklingen lassen“ dient der Verlängerung der sprachklanglichen Speicherungsphase sowie der (Wieder-) Gewinnung und der Verfügbarmachung der sprachklanglichen Gestalt eines Wortes oder eines Satzes.

Erst die Vorstellung einer sprachklanglichen Gestalt initiiert sprecherische Aktivität.

In unserem Onlineshop können Sie das Logovid Benennen bequem bestellen    zum Shop

Ausschnitte und Erläuterungen zu Logovid Benennen ansehen

Intention und didaktische Überlegung

  • Die allgemein bekannten Wörter sollen erkannt und verstanden werden.
  • Es wird eine Verknüpfung angestrebt zwischen Bedeutung (Bild), Schrift, Wortklang und Artikulationsbewegungen. Logovid Benennen
  • Das dadurch ausgelöste innersprachliche Nachvollziehen des Wortes soll das Lesen und Sprechen anregen
  • sowie die Umsetzung (Konversion) von Sprachklang / Lautierung in Schrift und der Schrift in Lautierung.
  • Eine Deblockierung zum Mitsprechen wird angestrebt.
  • Beim Vorlesen führt die Sprecherin ihren Finger unter dem Text entlang und weist dadurch den Logovid-Anwender auf die Affinität von Buchstabe und Laut hin (Phonem-Graphem bzw. Graphem-Phonem- Konversion) Sprechens vermittelt.
  • Die Synchronität der Präsentation des Objekts, des entsprechenden Begriffs in Wort und Schrift und der Artikulation zielt auf die assoziative Verknüpfung (Speicherung) wie auch auf das assoziative Abrufen phonematischen, graphematischen und lexikalischen Wissens.
  • Das Logovid hat eine starke Aufforderungs-Dynamik und regt zu oftmaligem Durcharbeiten an.
  • Das fördert neuropsychische Leistungen wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Ausdauer und damit Eigeninitiative im Rahmen des „Sprache üben in Eigenregie“Das Logovid „Benennen Leistungsstufe 1“ ist für diejenigen
    hergestellt, die erhebliche Probleme haben mit dem …
  • Wahrnehmen, Erkennen und Wiedererkennen von Begriffen bzw. Wörtern,
  • Benennen von Objekten,
  • Lesen (Verstehen) von Wörtern und einfachen Sätzen,
  • Speichern (Behalten) gelesener / gehörter Informationen,
  • Wort- und Satzverständnis,
  • Sprechen von Wörtern,
  • Sprechen einfachster Sätze,
  • Nachsprechen von Wörtern.

Zum effektiven Üben sollte vorausgesetzt sein, dass

  • die / der Betroffene Zusammenhänge im Alltag wahrnimmt und versteht (Situationsverständnis),
  • die / der Betroffene Bilder (Fotos) erkennen kann,
  • sie / er generell Interesse am Fernsehen zeigt (z.B. gern Spielfilme oder Nachrichten schaut und nicht das Fernsehen meidet),
  • sie / er auch hinreichend orientiert ist bei der Handhabung des Logovids (also trotz motorischer Probleme möglichst selbst das Abspielgerät bedienen kann).

Zielsetzung

  • Verbesserung des Wahrnehmens, Erkennens und Wiedererkennens von Objekten,
  • Verbesserung des Wahrnehmens, Erkennens und Wiedererkennens von Begriffen,
  • Verbesserung des Zuordnens von Objekten und gesprochenem Begriff, LogoVid
  • Verbesserung des Erinnerns von gehörten Informationen über das Zuordnen von Objekt, geschriebenem und gesprochenem Wort,
  • Verbesserung des Wort- und Satzverständnisses,
  • Verbesserung des Sprechens
  • Erkennen bzw. Wiedererkennen von Wörtern (Sehen, Hören, Differenzieren),
  • Verbesserung der Fähigkeit, geschriebene Wörter in gesprochene Wörter bzw. gesprochene Wörter in geschriebene Wörter zu konvertieren

Zusammengefasst

  • 36 Objekte werden einsilbig benannt
  • hören, lesen und mitsprechen
  • Verfügbarmachung der sprachklanglichen Gestalt eines Wortes
  • Artikulationsbewegungen (Sprechermund)
  • Verbindung von Sprechermund und Sprache