Handlungen werden als filmische Szenen „versprachlicht“; zuerst einmal vorgelesen wird der Satz zur Szene aufbauend hergeleitet:
ein Verb zugeordnet, dann Subjekt, dann Objekt

4-Ebenen-Präsentation

Die 4-Ebenen-Präsentation der Handlung (Video-Szene, Sprecher-Mund, gesprochenes und geschriebenes Wort) zielt auf die Reaktivierung und Generierung von vorhandenen Wissens- und Fähigkeitsbeständen beim Logovid-Anwender.

Im 1. Arbeitsschritt wird eine Szene gezeigt und ein passender Satz dazu in normalem Sprechtempo und normaler Prosodie gesprochen. Diese modellhafte Versprachlichung der Handlung soll neuronal verankerte, erfahrungs- und erinnerungsbezogene Inventare (Fähigkeiten und Kompetenzen) im Anwender auf- und wachrufen. Sprachliches Erinnern sowie sprachproduktive Aktivitäten werden initiiert.

Im 2. Arbeitsschritt werden das Verb des Satzes in Infinitiv-Form, der Satz in Kurzfassung (Subjekt – Prädikat) und schließlich der Satz in seiner kompletten Form (Subjekt – Prädikat – Satzergänzung) schriftlich präsentiert und vom Sprecher vorgelesen. Hier wird die phonematische und die graphematische Ebene zusammengeführt (Phonem – Graphem – Korrespondenz). Der Logovid-Anwender wird sowohl zum Mitlesen wie zum Mitsprechen angeregt. Wiederholungen dieser Prozesse deblockieren und aktivieren sprachproduktives Tun.

Ausführliche Hintergrundinformationen und den Text zum Logovid Handlungen finden Sie unter „SUPPORT“

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Was ist das Besondere der „synchronen 4-Ebenen-Präsentation“?

Das Logovid Handlungen (Video-Szenen versprachlichen) zielt auf das Assoziieren von Bedeutung, Sprachklang und Schriftbild. Es werden dem Anwender bekannte Situationen / Geschehnisse / Handlungen angeboten und gleichzeitig deren Versprachlichung zu Gehör gebracht, deren Verschriftlichung präsentiert und der Text modellhaft vorgesprochen.
Der Logovid-Anwender erwartet zwischen gezeigter Handlung und dem dazu jeweils formulierten Modellsatz eine große Affinität und geht demgemäß konzentriert auf die Suche nach den affinen Beziehungen zwischen den vier Informationsarten a) gesehene Handlung, b) gehörter Satz, c) geschriebener Satz und d) sprechmotorisches Modell.
Dazu steigt der Logovid-Anwender ein in das Suchen und Erinnern bestimmter affiner Relationen (jede Verbindung, die auf verwandte, gleichbedeutende Gemeinsamkeiten verweist) von Bedeutung, Form und Klang zwischen den Informationsarten.
Durch wiederholtes „scannen“ und Abgleichen der Informationen erkennt / erinnert der Logovid-Anwender zunehmend die Affinität zwischen Handlungsgeschehen bzw. –bedeutung und Versprachlichung; das Erinnern an vorhandene, z.Zt. aber noch „versperrte“ Inventare wächst. Gleichzeitig geht der Prozess des Assoziierens einher.
Das Assoziieren, als fundamentales Lernprinzip in der Aphasietherapie bekannt (z.B. im Lutz`schen MODAK-System angewandt), stellt eine Form des Verstehens, Lernens und Speicherns dar, was durch individuelles Ordnen und Strukturieren von affinen Informationen stattfindet.


Zusammengefasst

  • 4-Ebenen-Präsentation der Handlung (Video-Szene, Sprecher-Mund, gesprochenes und geschriebenes Wort)
  • Reaktivierung und Generierung vorhandener Wissens- und Fähigkeitsbestände
  • Assoziieren von Bedeutung, Sprachklang und Schriftbild
  • Suchen und Erinnern bestimmter affiner Relationen
  • „Scannen“ und Abgleichen von Informationen in Handlungen