Aufbau, Inhalt und Ziele von Logovid – dem Medium zum selbstständigen Lernen und Üben in der deutschen Sprache

Logovid®, das sprechende Video, stellt eine Sammlung von sprachlichen Übungs- und Lernmaterialien für Sprachtherapie und Deutschunterricht dar.
Logovids® sind prädestiniert für selbstständiges Lernen und Üben der deutschen Sprache.
Logovids sind besonders geeignet für Aphasie-, Sprech- und Stotter-Therapie sowie Deutschunterricht für Ausländer.

Das logopädisch-didaktische Lernprinzip:

Logovid Sprechen und Lesen

Versprachlichte Videoszene im Logovid SPRECHEN & LESEN 004

Der Logovid-Anwender erhält zu filmischen Szenen (Handlungen, Geschehnisse) im Logovid die passenden gesprochenen und geschriebenen Aussagen. Zu jedem Geschehnis hört und liest er einen oder mehrere vormodellierten Satz / Sätze. Hochfrequentes Hören des Sprachklangs, oftmaliges Mitlesen der geschriebenen Sätze und wiederholtes Reproduzieren des Sprachklangs ermöglichen dem Logovid-User bereits nach zigmaligem sprachklangbasierten Sprechen phonemgerechtes Nach- und Mitsprechen des Satzes, was ihn zunehmend zu einem „fehlerfreien Sprecherlebnis“ befördert.
Der Übungsbedarf wird idealerweise von professioneller Seite (Therapeutin bzw. Sprachlehrerin) ermittelt. Das Üben- und Arbeiten mit dem Logovid kann jedoch im Bedarfsfall durchaus eventuelle, personelle Ressourcen-Mängel kompensieren. Denn das selbstständige Üben mit dem Logovid ist klinisch erprobt und positiv auf seine Evidenzbasiertheit hin geprüft.

Je nach Logovid-Reihe stehen dem Logovid-User unterschiedliche Themenschwerpunkte zur Auswahl: Satz-(Auf-)Bau oder hochfrequentes Lesen und Sprechen von Wörtern und Sätzen, das hochfrequente Einspeichern von Satzklängen oder das Memorieren des Satzes in Schrift und Ton, das Lesen komplexer Texte usw.
Die Präsentation der Sprache erfolgt im Logovid polimodal. Das ist die gleichzeitige Darstellung von Video-Bildern (Situations- und Handlungsverständnis), des dazu passenden, gehörten Satzes (Satz- / Sprachverständnis) und der Schrift (Lesesinnverständnis, graphematisch-phonematische Konversion) sowie bei manchen Logovids des sprechmotorischen Artikulationsmodells durch die natürlichen Mund- und Sprechbewegungen der Sprecher.

Ein besonderes Paradigma kennzeichnet alle Logovids®:

Lernen vollzieht sich in assoziativ-vernetztem Wahrnehmen und Denken sowie im gleichermaßen assoziativ-vernetzt stattfindenden Speichern und Abrufen von Sprache.
Empirisch belegt ist, dass das selbstständige, hochfrequente Üben mit den Logovid-Inhalten

  • Verbesserungen des Speicherns und Reproduzierens von gehörter Sprache,
  • Verbesserungen des Wort-, Satz- und Sprachverständnisses,
  • Verbesserungen der Sprechfähigkeit auf Wort-, Satz- und Erzählebene,
  • Verbesserungen der Wortfindung und Satzbildung,
  • Verbesserungen der Lesefähigkeiten sowie
  • Verbesserungen des Wahrnehmens, Erkennens und Verstehens von konkreten Handlungen

generiert.

Hochfrequente Logovid-Anwendungen sind wegen der neuro-generierenden Prozesse im neuronalen Netzwerk bei aphasischen Symptomen nützlich, ebenso bei Artikulationsproblemen z.B. bei Sprechapraxie, Dyslalie oder Dysarthrie und auch beim Üben des gesteuerten, kontrollierten Sprechens bei Stottern, Poltern, Atem- und Simmstörungen.

Zusammengefasst

  • passende gesprochene und geschriebene Aussagen zu filmische Szenen (Handlungsvideo u.a.)
  • Alle Texte zum Mitlesen und Mitarbeiten zum Download und als Booklet
    (Logovid REISEN, SPRECHEN & LESEN)
  • Hochfrequentes Hören des Sprachklangs
  • vernetzt stattfindendes Speichern und Abrufen von Sprache
  • zur Anwendung in logopädischer Therapie und im Sprachuntericht