Therpeutische Produktentwicklungen von LogoMedien –
der Verlauf

1995

Die VMS – Gesellschaft für therapeutische Medien mbH wird in Lindlar gegründet.

Der Autor Dr. Volker Middeldorf entwickelt zusammen mit dem VMS-Team das erste „sprechende“ Logovid, das logopädische Video.

Der Gedanke, in filmischer Form sprachgestörten Menschen sprachtherapeutische Inhalte zu Übungszwecken näher zu bringen, war Ausgangspunkt für die Entwicklung einer thematisch umfangreichen Reihe multimedialer Logovids für Therapie und zu Hause.

Ein Logovid nach dem anderen entstand. Heute wird deutlich, dass jedes Logovid seinerzeit höchst innovativ war, denn Ende der 1990er Jahre war das Logovid dem sprachtherapeutischen Zeitgeist um Jahre voraus.

Heute ist state of art, dass bewegte Bilder schneller und eindringlicher vermitteln als Zeichnungen oder auf Fotos fixiertes „Stillleben“ und dass jede multimodal-synchrone Präsentation sprachlicher Inhalte (Szeneninhalt, Gesprochenes, Geschriebenes) eine mehrsensorische Wahrnehmung und damit effektivere geistige Verarbeitung der Stimuli generiert.

Die Attraktivität des Logovid wurde von Anfang an von sprachgestörten Anwendern attestiert. Mit ihnen wurde die Logovidentwicklung weiter betrieben.

In der Fachwelt wurde die Attraktivität des Logovid erst deutlich, als therapeutische Studien erste Erkenntnisse dahingehend erbrachten, dass besonders bei neuronal bedingten Sprachstörungen hochfrequente Therapien das Mittel für therapeutischen Erfolg sind.

2004

Mit der fortschreitenden Computer- und Programmierentwicklung einhergehend beginnt die VMS GmbH damit, interaktive, logopädisch-wirkende Lern- bzw. Übungsprogramme für Computer zu entwickeln. Auch hier gilt das Grundprinzip: Polimodal-synchrones, sprachliches Angebot zur multisensorischen Verarbeitung von Sprache beim Anwender.

Die sprachtherapeutischen Lern-und Übungs-Medien werden nun unter dem Begriff LogoMedien zusammengefasst.
Die Entwicklungs- und Erprobungs-Zusammenarbeit mit dem Logopädisch- interdisziplinären Behandlungs- und Rehabilitationszentrum für Intensivtherapie in Lindlar entsteht. Therapeutische Erkenntnisse aus der Intensiv-Sprachtherapie fließen ein in Themen- und Textauswahl, Gestaltung und Anwendbarkeit der Medien.

Stetiges Bestreben ist, die Abstimmung auf die Bedürfnisse der Anwender zu optimieren.

2006

Die erste LogoCedee Amazonas kommt auf den Markt – als interaktives Computer-Übungsprogramm.

Ebenso wie in den Logovids werden in der LogoCedee auch Video-Szenen-Inhalte versprachlicht. In interaktiver Struktur übt der Anwender auf 3 Lernebenen (Einführung, Übung und Prüfung) das Lesesinnverständnis, das auditive Sprachverständnis sowie das Mitsprechen, die Satzergänzung wie auch das Bearbeiten von Lückentexten usw. Der LogoCedee-Anwender erhält insgesamt 570 Denk- und Handlungsanstöße. Nach jeder ausgeführten Aufgabe erhält er eine eindeutige Rückmeldung über richtig oder falsch. Auf der Ebene der Prüfung erhält der Anwender nach Durchlaufen der „Prüfungsaufgaben“ ein „Zeugnis“ mit Benotungsübersicht.
Im Januar 2006 wird die LogoCedee einer Evaluationsstudie mit 6 aphasischen Patienten unterzogen (Ergebnisse finden Sie hier). Durch das hochfrequente, selbstständige Durcharbeiten dieser LogoCedee ohne Therapeutenunterstützung sind bei allen Anwendern deutliche Sprachverbesserungen nach 50 Übungssitzungen innerhalb von 3 Wochen zu beobachten. Therapeutische Wirkung ist bei hochfrequenter Intensität der Durcharbeitungen nachgewiesen. Das Üben mit der LogoCedee ist evidenzbasiert.

2007

Die Audio (-Hör)-CD LogoMem kommt heraus.

Sie erlaubt dem Anwender, häufig gehörte und hochfrequent verwendete Aussagen aus dem alltäglichen Sprachgebrauch oftmals zu hören und sich einzuprägen. Therapiestudien zeigen, dass hochfrequentes Hören und Einspeichern von Sprachklängen, also von gesprochenen Wörtern und Sätzen, die Sprechkompetenz deutlich steigern.

Die LogoMem ist ein rein auditives Medium, es ist monomodal auf das wahrnehmende Hören und Memorieren gesprochener Sprache fokussiert.

2009

Light-Version der LogoCedee.
Anstatt 4 Video-Episoden hat die Light-Version nur zwei Video-Episoden und ist zu einem geringeren Preis als Einstiegsvariante nur in niedriger Komplexität verfügbar.

2014 – 2015

Entwicklung neuer Logovid-Reihen zu neuen Themenbereichen Reisen, Sprechen und Lesen und Handlungen und auf höherer Komplexitätsstufe.

Bei den bisherigen LogoMedien konnten die Anwender 2 Leistungsstufungen wählen: die Leistungs-Klassifizierung niedrige Komplexität (mit sprachlichen Aufgaben auf Laut-, Buchstaben- und Wortebene) und mittlere Komplexität (Einzelsatzebene).

Während der letzten Jahre zeigte sich, dass sehr übungseifrige, engagierte und ehrgeizige Intensivpatienten im LogoZentrum Lindlar durchaus auch komplexere, für sie faktisch schwierigere Sprachinhalte nachfragten.

Wir beginnen mit der Entwicklung einer neuen Generation von Logovids: Die Logovidreihe Sprechen und Lesen 002, 003, 004. Diese zielt einerseits auf das Stimulieren des Arbeitsspeichers mit Einspeicherung und Memorierung von Sätzen und andererseits auf das möglichst fehlerfreie Sprechen der vorher oftmals gehörten Sätze.

Darüber hinaus bietet Sprechen und Lesen den Übenden, die ihre Lesekompetenz verbessern wollen, ein modernes, polimodales Programm zur Lese-Sprech-Konversion. Die Anwender haben in verschiedenen Modalitätskombinationen die Möglichkeit, den Fokus auf die phonematisch-graphematische und / oder auf die graphematisch-phonematische Konversion zu legen.

Für aphasisch und stotternde Betroffenen, die das Vorlesen und das Erzählen üben wollen und sich gleichzeitig an neuen Informationen und farbenfrohen Bildern erfreuen wollen, wird auch eine spezielle Logovid-Reihe für Fortgeschrittene konzipiert und entwickelt: das Logovid Reisen mit hoher Komplexität.

2016

Die ersten Logovids Reisen sind in der Endphase der Entwicklung. Das sind die Logovids:

USA Westen

Grönland

Fuerteventura

Kuba

Die Maya (in Vorbereitung)

 

Marktfreigabe am 1.2.2016 für

Karibik