Antwort: Das REISE-Logovid® – repetitiv massiert wahrgenommen – 50, 100 mal gesehen und gehört, hinterlässt Spuren; das Übungs-Ziel lautet: sich sprachlich stimulieren lassen, die Kompetenzen triggern lassen, das sprachliche Bewusstsein aktivieren; aus diesen dichten Sprachstimuli entwickelt sich kognitiv und memotechnisch etwas Neues.
Antwort: Das, was wir mit dem Logovid® versuchen zu erreichen, ist, dass die Logovid®-Anwenderinnen und -Anwender etwas lernen, was durch wiederholendes Üben dann „hängen bleiben“ soll. Die Wirkung des Lernens, die Effektivität des Abspeicherns, das Behalten des Neuen und das Verhindern des Vergessens, all das hat etwas mit Lernen zu tun, und aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Lern-Erfolge mehr oder weniger abhängig sind vom Grad der Motivation, etwas lernen zu wollen, vom Grad des individuellen Interesses an dem Thema, von der Art und Weise der Vermittlung des Neuen und natürlich - und das ist gerade bei hirngeschädigten Menschen höchst relevant – von der Häufigkeit des festigenden Überlernens des Neuen zur Absicherung des neu Gelernten. Insofern hängt die Dauer des rehabilitativen und zielorientierten Lern- und Entwicklungsprozesses von sehr vielen Lern-Faktoren ab, vor allem von der Lernfähigkeit einer jeden einzelnen Person. Die Lernfähigkeit ist bei jedem aphasisch Betroffenen anders, so dass eine allgemeine Prognose seriös nicht an Zeiträumen festgemacht werden kann.
Das Logovid® ermöglicht ein selbständiges Durcharbeiten von Logovid®-Texten. Die Videobilder fördern das Verstehen, die gleichzeitige Präsentation von Schrift und Gesprochenem fördern das Lesen und das Sprechen mit großem Effekt.
- Damit der aphasisch Mensch sprachlich und sprecherisch besser werden kann benötigt er sprachklangliche Stimulationen. Dazu benötigt er Medien, die sein Sprachverständnis durch gehörte Sprache und gelesene Sprache stimulieren und die ihn anregen, die sprachlichen Inhalte der Video-Geschehnisse mit allen Sinnen, also hörend und auch lesend wahrzunehmen und zu verarbeiten. Wir sagen, die Übenden nehmen die Logovids® multisensorisch, also mit allen Sinnen wahr. Wenn sie sich täglich mehrmals am Tag mit dem Logovid® beschäftigen, dann bauen sie sich ein solides Fundament für die Restitution ihrer Sprache auf.
Das Logovid® präsentiert Sprache in mehreren Modalitäten, also polimodal. Einmal wird der Satzinhalt (die Bedeutung des Satzes) als Video-Geschehen dargestellt, anderseits wird der Satz auch deutlich gesprochen dargebracht und drittens wird der Satz geschrieben präsentiert. Und genau diese Polimodalität erlaubt den Übenden, die Sprache und das Sprechen multisensorisch, also mit allen Sinnen zu lernen.
Das Logovid® versteht sich als assistierendes, wirkungsvolles Sprach-Übungs-Instrument, was die systematische Arbeit in der Therapie zu unterstützen sehr geeignet ist. Die spezifischen Logovid®-Übungsinhalte können sehr gut die Basisfähigkeiten, die für die gezielte Sprachtherapie erforderlich sind, entwickeln helfen. Insgesamt eröffnet das Logovid® im Therapiealltag Räume für Übungs- und Trainingsarbeit in Sprachverarbeitung, im Lesen und Sprechen. Zu beobachten ist, dass das konsequente Üben mit den Logovids® die Therapieprozesse dadurch beschleunigt, dass die übenden Personen viel öfter als nur ein- oder zweimal in der Woche sprachlich lernaktiv werden. Sie tragen so das übende Trainieren aus der Therapiesitzung nach Hause, wodurch in der Therapiesitzung kostbare Zeit frei wird für individuelle, einzeltherapeutische Interventionen. Sprachtherapie und das eigene Üben mit dem Logovid® vertragen sich also sehr gut, weil das Üben der Sprachtherapie zuarbeitet.
Nun, wenn sich Ihr Mann selbst nur schwer korrigieren kann oder beim Sprechen immer wieder dieselben Fehler macht, dann sollte er über eine gewisse Zeit das Logovid® nur mit Übungspartner durcharbeiten. Sie als Übungspartnerin sollte dann darauf hin wirken, dass Ihr Mann es nach x-maligem Hören des Satzes es fehlerfrei schafft, diesen zu sprechen. Geht es dann ohne Fehler, sollte entweder eine Pause eingelegt werden, bevor zum nächsten Übungsschritt übergegangen wird, oder Sie beschließen, die gemeinsame Übungssitzung mit diesem fehlerfreien Übungsergebnis zu beenden.
Unsere Beobachtungen zeigen, dass die Anwenderinnen und Anwender der Logovids®, die auch selbstständig mit der Technik umgehen können und selbst bestimmen, welchen Übungs-Inhalt sie bearbeiten, sich von ihrer subjektiv empfundenen und objektiv erlebten Abhängigkeit von anderer Seite emanzipieren und für sich mehr Selbstständigkeit im Sprache-Übung entwickelt. Das hat natürlich erstens entlastende Wirkung bei der Partnerin / beim Partner und zweitens werden durch eigene Übungs-Sitzungen die verordneten Therapiekon-tingente ergänzt durch die eigenen Übungs-Sitzungen. Wenn die Übenden Erfolge erkennen, dann motiviert das die Betroffenen, ihre zweifelsfrei vorhandenen Ressourcen und sprachlichen Kompetenzen weiterhin durch fehlerfreies Sprechen stärker zu triggern, zu mobilisieren und mit zunehmendem Selbstbewusstsein eigene, therapeutisch für sinnvoll und wirksam empfundene Übungs-Schritte zu gehen und so eigene Entwicklungsprozesse einzuleiten und voranzutreiben.
Schauen Sie sich die Video-Clips in den Logovids® nacheinander immer wieder an. Hören Sie sich sehr oft den zu dem Video-Clip gehörenden Satz an. Dann beginnen Sie, den Satz immer wieder „innerlich“ mitzusprechen – aber sprechen Sie zunächst noch nicht laut mit, sondern innerlich leise ! Durch vielfaches, wiederholtes Anhören und inneres Mitsprechen prägen Sie sich den Klang des Satzes ein. Auch aktivieren Sie beim „inneren Sprechen“ Ihr Bewusstsein für die Artikulations-bewegungen; dabei triggern / stimulieren / mobilisieren Sie Ihr Artikulations-Inventar. Nach dem oftmaligen inneren Mitsprechen (ca. 9 – 20 x) können Sie dann versuchen, erst mit ganz leiser Stimme und dann etwas lauter mitzusprechen. Wenn das weitestgehend klappt, sprechen Sie die Sätze mit ausgeprägten, ja auch „übertrieben aktiven“ Mundbewegungen mit und versuchen Sie den geübten Satz deutlich auszusprechen ! Wenn Sie das Gefühl haben, den Satz bald auswendig zu kennen und auswendig sprechen zu können, schalten Sie am Fernseher / PC den Ton aus und sprechen dann die gelernten Sätze zu den Video-Clips „frei“.
Wenn Sie Ihren Übungsschwerpunkt auf das Lesen lenken und das Lesen aktivieren wollen, führen Sie zunächst basale Übungen durch. Als MuttersprachlerIn haben Sie als Kind Lesen gelernt und später viel gelesen. Sie besitzen also Lesekompetenz. Empfehlenswert ist, diese Kompetenzen zu triggern, d.h. die „Umwandlungsprozesse“ zu stimulieren, die das Umwandeln von Lautsprache in Schriftsprache und Schriftsprache in Lautsprache einleiten. Das sind Übungen im Logovid®, in denen Sie sich erst einmal die Sätze hochkonzentriert anhören und dabei Ihren Blick über die Schrift der Sätze gleiten lassen. Sie „scannen“ so die Schrift. Dabei versuchen Sie, jedes gesprochene Wort im geschriebenen Satz wieder zu erkennen. Entdecken Sie das, was Ihnen bekannt vorkommt und erinnern Sie sich, wie das Gehörte geschrieben wird und wie das Geschriebene klingt. Aktivieren Sie Ihre Erinnerung an Schrift und finden Sie Zusammenhänge von gesprochenen und geschriebenen Wörtern !
Im Großhirn befinden sich Netzwerke aus Nervenleitungen und deren Verbindungen, engmaschig, in der linken wie rechten Hirnhälfte. Bei allen unserer Handlungen, seien sie geistiger, sprachlicher oder motorisch-körperlicher Art, schießen durch diese neuronalen Netzwerke Abertausende von elektrobiochemischen Impulsen. Diese Impulse schießen kooperativ zu- und miteinander und generieren in diesem feinen Zusammenspiel unser kompetentes Tun, Denken und Handeln. So ist das auch im Umgang mit Sprache.
Kommen wir zur Sprache: Sprache als System und Sprechen als Äußerungs-System ist im gesamten Netzwerk des Groß-Hirns verortet und nicht etwa nur in einem sogenannten Sprachzentrum. Sprache ist assoziiert mit Gefühlen, Bildern, Gerüchen usw., also mit Begleiterscheinungen, die wir im Zusammenspiel mit Sprache, Sprechen, Verstehen usw. irgendwann einmal und an irgendeinem Ort wahrgenommen und behalten haben.
…, weil LogoMedien® sprachliches Lernen und Üben in Eigenregie ermöglichen ! …, weil mit LogoMedien® das logopädische Lernen und Üben in der logopädischen Praxis und / oder zu Hause in eigener Regie die sprachtherapeutische Effizienz steigern. …, weil LogoMedien® das sprachliche Lernen und Üben effektiv, spannend und unterhaltsam machen. …, weil LogoMedien® den Übungs-Traum eines jeden motivierten, aphasisch Betroffenen wahr machen können, nämlich selbst die Verbesserung der eigenen Sprache in die Hand zu nehmen. „Ich kann meine sprachlichen Ressourcen mit LogoMedien® so oft aktivieren und ausbauen wie ich möchte. Keiner schreibt mir vor, was ich wann zu üben habe. Ich übe das, was ich üben möchte und das zu Zeiten, die ich bestimme.“ So teilte uns ein sprachlich Betroffener seine Erfahrungen mit den LogoMedien® mit. Dieser User beschreibt das, was sehr viele sprachlich Betroffene als „therapeutische Befreiung“ empfinden: Mit Produkten von LogoMedien® kann jeder zu erschwinglichen Preisen seine ganz persönliche sprachliche Übungsreihe zusammenstellen und therapeutisch hocheffektiv seine sprachlichen Kompetenzen aktivieren und erweitern, und zwar eigenaktiv, selbstständig, selbstbestimmt und weitestgehend unabhängig von fremder Hilfe und ohne zeitraubende Unterstützung durch andere.
LogoMedien® sind auf Video-DVD und in PC-Programmen langjährig logopädisch erprobte, deutschsprachige Sprachlern- und Übungsprogramme. Sie sind evidenzbasiert. Entwickelt wurden und werden sie für Menschen mit gestörter Sprache und all diejenigen, die sich die deutsche Sprache aneignen wollen. Mit LogoMedien® lässt sich Sprache sprachklangbasiert erlernen, aktivieren, systematisieren, memorieren. Dazu benötigt man den DVD-Player mit TV-Bildschirm und / oder den Computer. Die LogoMedien (LogoCedee®, Logovids®, Hör-CDs) sind „sprechende Medien“. Geschriebenes wird gesprochen, in den Videoclips gezeigte Handlungen werden versprachlicht, Gesprochenes wird verschriftlicht. LogoMedien® sind prädestiniert für Sprachübungen bei Aphasie, Dyslalie, Dysarthrie, Stottern und anderen Sprachstörungen.
Für alle Menschen, die
  • generell ihre sprachlichen Kompetenzen wecken, erhalten und ausbauen wollen,
  • die keine Sprachtherapie mehr verordnet bekommen und doch zu Hause selbst sprachtherapeutisch Wirksames tun wollen,
  • die zusätzlich zur individuellen Sprachtherapie und Sprachförderung mehr üben und mehr erreichen wollen,
  • die Deutsch sprachklangbasiert lernen wollen,
  • die auch ihre Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeiten verbessern bzw. erhalten wollen.
Jedes Übungsmaterial von LogoMedien® ermöglicht den sprachlern- und übungswirksamen Umgang mit bestimmten sprachlichen Aufgaben. Welcher Übungsschwerpunkt gewählt werden sollte, das entscheidet der User letztlich selbst. Wir raten ihm an, sich von seiner Logopädin oder seiner Deutschlehrerin beraten zu lassen. Die LogoMedien® bieten auf drei Leistungsstufen (auf niedriger, mittlerer und hoher Komplexitätsstufe) eine breite Palette an Übungsprogrammen und unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie Einzellautbildung, Artikulation auf Wortebene und auf Satzebene, Lesen komplexerer Texte, Lesen und Sprechen, Sprechen und Lesen, Sätze memorieren und sprechen, Zahlen lesen und sprechen, Mundmotorik, Atmen, … Jedes einzelne LogoMedium ist ein in sich abgeschlossenes Programm. Jeder User entscheidet selbst, wie oft und wie langandauernd er welchen Themenschwerpunkt bearbeiten möchte. Jedem LogoMedium liegen aufklärende Übungs- und Trainings-Tipps bei, durch deren Beachtung bei der Übungsdurchführung der User lernpsychologisch zu konzentrierter Wahrnehmung, zu gezielten Beobachtungen, zum Zuhören und Mitdenken, zum Lesen und Sprechen und zum ökonomischen Lernen sensibilisiert wird. In nur wenigen Übungssitzungen mit dem LogoMedium spürt der User, dass er in eigener Regie zu agieren und ohne fremde Hilfe am Fernseher bzw. am PC sprachlich aktiv zu werden in der Lage ist. Das Handling ist einfach. LogoMedien-Produkte sollen ein Angebot darstellen, zu Hause selbstständig, ergänzend zur Sprachtherapie, Sprache Üben zu können.