Aufbau, Inhalt und sprachtherapeutische Ziele von LogoCedee

Die LogoCedee® zeigt lebensnahe Video-Sequenzen, die der Anwender trotz mehr oder weniger verlorener Sprach-Funktionen verfolgen und verstehen kann. Die Bildsequenzen erlauben ihm logische Zusammenhänge von Handlungsabfolgen zu erinnern und diese „nach- und mitzuerleben“.

Versprachlichen von Videoszenen

Die LogoCedee® ist das interaktive, deutschsprachige PC-Übungsprogramm von LogoMedien®.

Der LogoCedee®-Anwender erhält zu diesen filmischen Szenen (Handlungen, Geschehnissen) in der LogoCedee® die passenden gesprochenen und geschriebenen Aussagen.

LogoCedee Lernebenenauswahl

LogoCedee Lernebenenauswahl

Zu jedem Geschehnis hört und liest er einen vormodellierten Satz. Hochfrequentes Hören des Sprachklangs, oftmaliges Mitlesen der geschriebenen Sätze und wiederholtes Reproduzieren des Sprachklangs beim eigenen Sprechen ermöglichen dem LogoCedee®-User bereits nach zigmaligem sprachklangbasierten Speichern der Sätze ein phonem- und syntaxgerechtes Nach- und Mitsprechen des Satzes, was ihn zunehmend zu einem „fehlerfreien Sprach- und Sprecherlebnis“ in der Übung befördert.

 

Ăśben, sich assoziativ zu Erinnern und assoziativ zu Speichern

Die LogoCedee® stimuliert das gleichzeitige Wahrnehmen von bedeutungstragenden Videobildern und der dazu entsprechenden Versprachlichung. Sie ruft Assoziationen zwischen den präsentierten Bildern und den dazu gehörenden vorgesprochenen und geschriebenen Sätzen auf.

Das Durcharbeiten der operatorischen Übungen in der LogoCedee® fordert den Benutzer auf, auf Sinn-Ebene (Semantik), auf phonematischer Ebene (gesprochene Sprache) und auf graphematischer Ebene (Schriftsprache) sowie im Satzbau assoziative Bezüge zu erkennen.

Durch die synchrone Präsentation phonematisch-graphematisch-semantischer Informationen in der 1. Lernebene der LogoCedee® (Sprache anregen) hat der Anwender durch Wahrnehmen der polimodal-simultanen Vermittlung der Informationen die Möglichkeit, seine aktuell vorhandenen, sprachlichen Kompetenzen zu aktivieren und durch oftmaliges Durcharbeiten neue Assoziationen zwischen Sprachklang, Schriftbild und Bedeutung aufzubauen.

Die operatorischen Zuordnungsaufgaben auf der 2. Lernebene rufen Aktivitäten zur Sprachwahrnehmung und –Differenzierung, des Lesesinnverständnisses, zur Satzgestaltung, zur Komplettierung von Sätzen und zur Zuordnung von gehörtem und geschriebenen Satz und der Bedeutung eines Satzes auf. Der Anwender erhält nach jeder Entscheidung ein „richtig“ oder „falsch“ rückgemeldet. Diese Rückmeldungen dienen der notwendigen Korrektur und der Neuorientierung des Anwenders. Auf diese Weise erhält der Übende Hilfestellungen, um seine Aufgabenlösungen zu verbessern und zunehmend Sicherheit zu gewinnen. Hochfrequentes, operatorisches Üben mit Eigenkorrekturen mit dem Ziel, weitestgehend „fehlerfreie Prüfungsergebnisse“ zu generieren, führt schließlich zum Abschluss der ersten Bearbeitung der LogoCedee®.

Danach kann der Übende mit der LogoCedee® ein zweites Lernprojekt angehen.

Der Auftrag lautet: Prägen Sie sich die Sätze zu den Szenen so ein, dass Sie diese dann frei sprechen können, wenn Ihnen die entsprechenden Szenenbilder vorgelegt werden.

Erfassen der eigenen Ăśbungsergebnisse

Die 3. Lernebene Sprache prüfen dient der selbstständigen Evaluation der aktuellen Übungs-Leistung. Dazu löst der Anwender die aus der 2. Lernebene bekannten Aufgaben, nur dass hier keine Fehlversuche mehr toleriert werden. Die Leistungen in der Prüfung werden benotet. Zur Notenfindung wird die Anzahl der Fehler in Beziehung gesetzt zu

der Anzahl der zu lösenden Aufgaben.

Benotungen dienen dem Anwender zur Einschätzung seiner aktuellen Leistungen in den Übungen. Die Noten können in einer Übersicht ausgedruckt werden. Es ist ratsam, in größeren Abständen die 3. Lernebene durchzuarbeiten. Ein ungestörter Durchgang erfordert ca. 45 – 60 Minuten. Wenn der Übende konsequent nach jedem Prüfungsdurchgang, z.B. nach 20 Übungssitzungen, den Noten-Ausdruck vornimmt und ihn mit Datumsangabe in einen Ordner „Resultate“ abheftet, dann liegt nach einiger Zeit mit den jeweiligen Ergebnissen eine interessante Reihe von Leistungsbelegen vor. Durch Eintragungen dieser Ergebnisse in eine Tabelle lässt sich eine Leistungskurve erstellen. Damit visualisiert der Anwender seine Leistungsveränderungen.

Die LogoCedee® ist prädestiniert für ein selbstständiges Lernen und Üben der deutschen Sprache. Besonders geeignet ist sie für die Arbeit in der Aphasie-Gruppentherapie, im Deutschunterricht und für das selbstständige Üben zu Hause.

Der thematische Übungsbedarf wird idealerweise von professioneller Seite (Therapeutin bzw. Sprachlehrerin) ermittelt. Im Falle ausbleibender, professioneller Sprachtherapie kann das Üben- und Arbeiten mit der LogoCedee® das Fehlen von Therapiesitzungen durchaus kompensieren. Denn das selbstständige Üben mit der LogoCedee® ist klinisch erprobt und positiv auf seine Evidenzbasiertheit hin geprüft.

Alle polimodalen LogoCedees® werden auf Grund zigmaligen Durcharbeitens zu einem effizienten, sprachlichen Lern- und Übungsinstrument. Seine Veränderungen des assoziativ-vernetzten Wahrnehmens und Denkens sowie des gleichermaßen assoziativ-vernetzt stattfindenden Speicherns und Abrufens von Sprache kann der LogoCedee®-Anwender wie beschrieben selbst beobachten.

Je weniger Fehler, desto besser das Ergebnis im operativen Umgang mit den Sprachinhalten der LogoCedee®.

Zusammengefasst

Empirisch belegt ist, dass das selbstständige, hochfrequente Üben mit den LogoCedee®-Inhalten

  • Verbesserungen des Speicherns und Reproduzierens von gehörter Sprache,
  • Verbesserungen des Wort-, Satz- und Sprachverständnisses,
  • Verbesserungen der Wortfindung und Satzbildung,
  • Verbesserungen der Lesefähigkeiten sowie
  • Verbesserungen des Wahrnehmens, Erkennens und Verstehens von konkreten Handlungen generiert

(Middeldorf, MĂĽller, Teuber 2006, in: www.logomedien.de).